[Rezension] Julie von Kessel – Altenstein

Klappentext: 1945 ist das Leben in Ostpreußen zu Ende. Agnes von Kolberg hat ihren Mann verloren, zwei Güter, aber nicht ihren pragmatischen Lebensmut. Sie beginnt mit ihren zehn Kindern im Westen neu. In der wenig glamourösen Bundesrepublik finden alle Kinder ihren Platz, nur die beiden Jüngsten machen Sorgen: Nona, die Schöne, bricht aus und bietet der selbstherrlichen Mutter die Stirn. Konrad, Agnes‘ Augapfel, kämpft lange um einen Lebensentwurf. Er sieht in der Wiedervereinigung die Chance, das Land seines Vaters in Brandenburg wiederzubekommen. Mit Gut Altenstein möchte er endlich an die vermeintlich glorreiche Zeit der Familie anknüpfen.

„Altenstein“ ist eine hochinteressante Familiengeschichte, die mehrere Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts umspannt. An manchen Stellen vielleicht ein wenig zu komplex, erzählt von Kessel die Höhen und auch Tiefen einer Großfamilie, die streng von der Mutter zusammengehalten wird. Konrad, der nach der Wende versucht, das ehemalige Gut der Familie wiederzubekommen, gibt sich dabei vielen Illusionen hin, die letztlich alle scheitern.

Julie von Kessel, Altenstein, erschienen bei Kindler, 2017; Hörbuch bei Argon Verlag, gelesen von Sopihe von Kessel

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