Zitat

Gott würfelt nicht.

(Albert Einstein)

Das vielleicht nicht. In jedem Fall ist er ein Zocker und wenn er gewinnt, sind wir die schlechteren Verlierer. (Hab ich so ähnlich schon mal geschrieben.)

Zitat

Ich habe es schon häufig als bedauerlich empfunden, dass Noah und seine Sippe das Boot nicht verpasst haben.

(Mark Twain)

Gesucht: Peter Gethers

Hat irgendjemand der werten Leserschaft Peter Gethers‘ „Cat-Series“ rumliegen oder würde überzählige Exemplare abgeben wollen? Die deutsche Ausgabe des ersten Buches ist vergriffen *schnief* und die englischen Originale sind endteuer. Info bitte in die Kommentare, danke.

Bücherstöckchen

*mops* Sorry, Frau Desideria, ich konnte nicht widerstehen… 🙂

 

Gebunden oder Taschenbuch?

Sowohl als auch. Taschenbücher sind hervorragende Reise- und Fahrtbegleiter, gebundene Ausgaben kommen eher aus dem Antiquariat und werden daheim gelesen. In 90% der Fälle lege ich mir aber Taschenbücher zu.

 

Amazon oder Buchhandel?

Siehe oben. Bei Amazon bestelle ich meist, wenn ich genau weiss, was ich haben will, zusammen mit Musik und Filmen. Zum Stöbern und Probelesen bevorzuge ich Buchhandlungen, auch wenn die irgendwann mal mein körperlicher und finanzieller Tod sein werden. Außerdem liebe ich den Geruch von frisch bedruckten Buchseiten… Die beste Variante ist immer noch, ohne Geldbeutel dorthin zu gehen, ich kann mich nämlich nie beherrschen.

 

Lesezeichen oder Eselsohr?

Eigentlich Lesezeichen, über Eselsohren schimpfen meine Eltern immer, wenn sie die Bücher von mir ausleihen (und ehrlich gesagt, mag ich diese Unsitte auch nicht). Das Dumme ist nur, dass ich Lesezeichen zu gern verlege und irgendwann keine mehr im Haus sind. Alles andere als Merkhilfen beim Lesen ist ähm seltsam.

 

Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?

Ich sortiere nach „neu und noch nicht gelesen“, „alt und noch nicht gelesen“, „gelesen“, „unbedingt nochmal lesen“, „alles andere“. Die Gelesenen sortieren sich dann wieder in verschiedene Themen, wobei ich Romane nach Sprache sortiere und ansonsten in Kochbücher, Gartenbücher und Gesetzbücher unterteile. Alles andere steht unsortiert rum, weil ich beim Stöbern nach Lesestoff immer mal wieder Überraschungen erleben will.

 

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?

Behalten und maximal an meine Eltern verleihen, weil ich weiss, daß ich die Bücher von dort auf jeden Fall wiederbekomme. Ansonsten trenne ich mich ungern von meinen Schätzen, es sei denn, das Buch war ein absoluter Fehlkauf. Aber wegwerfen? Wer macht denn sowas?

 

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?

Wenn ich ein neues Buch mit Schutzumschlag zu lesen beginne, falte ich ihn vorsichtig vom Buch und lege ihn zu den anderen ins Regal. Manchmal dauert es lange, bis Buch und Schutzumschlag wieder zueinander finden, aber ich werfe sie nie weg.

 

Kurzgeschichten oder Roman?

Kurzgeschichten finde ich in Blogs. Ich kaufe auch keine in Büchern veröffentlichten Kurzgeschichten, es sei denn, ich kenne den Autor persönlich. Ich habe fast nur Romane als Bücher zu Hause.

 

Sammlung (Kurzgeschichten von einem Autor) oder Anthologie (Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren)?

Hmm.. nöö, eigentlich nicht so. Weder das eine noch das andere.

 

Harry Potter oder Lemony Snicket?

Harry Potter, auch wenn ich mich, vor allem beim ersten Buch, erst an Rowlings jugendlichengerechte Schreibe gewöhnen mußte. Lemony Snicket kenne ich gar nicht.

 

Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?

Ich penne schon mal beim Lesen über der zuletzt gelesenen Zeile ein, habe aber noch soviel Energie, das Buch kurz vor dem endgültigen Kollaps wegzulegen. Ich habe allerdings auch schon Nächte durchgelesen, wenn das Buch unheimlich spannend war („nur dieses Kapitel noch…“).

 

„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „„Es war einmal“?

Da ich Märchenbücher sammle und auch leidenschaftlich liebe, wohl eher „es war einmal“. Krimi-like lese ich fast nie.

 

Kaufen oder Leihen?

Kaufen, definitiv. Als Kind/ Jugendliche habe ich sehr oft den Leseausweis der Bibliothek meiner Mutter benutzt, heute reicht mir die Zeit nicht, Bücher innerhalb der Ausleihfrist zu lesen. Außerdem behalte ich mittlerweile zu gern, was ich lese.

 

Neu oder gebraucht?

Neu, da ich meine verlorenen Schätze nach und nach wieder kaufen muß. Gebraucht nur selten und dann in gepflegtem Zustand aus dem Altigkeitenladen.

 

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?

Stöbern, bei rezensierten Büchern lese ich beim Stöbern erst an, bei Empfehlungen ebenso. Bestsellerliste nur dann, wenn einer meiner Lieblingsautoren dort vertreten ist.

 

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?

Cliffhanger finde ich blöd, sowohl bei Büchern als auch bei Filmen. Das ist, als ob man am ausgestreckten Arm langsam verhungert. Die immer wiederkehrenden Cliffhanger am Ende jedes bisher erschienenen Harry Potter-Bandes versauern mir die Lesefreude ein wenig, aber das Ende ist absehbar.

 

Morgens, mittags oder nachts lesen?

Immer, na wann denn sonst?

 

Einzelband oder Serie?

Kommt auf die Serie an, aber im allgemeinen Einzelband. Was versteht man hier unter Serie? Drei Bücher um dieselben Protagonisten sind nach meiner Ansicht bereits eine Serie.

 

Lieblingsserie?

Diana Gabaldons Romane um Claire und Jamie Fraser, sieben an der Zahl inzwischen. Die Ableger daraus über Randfiguren, die sie mittlerweile geschrieben hat, sind nicht mehr mein Fall.

 

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?

Dieses Buch wird gerade geschrieben, lektoriert, verlegt, glaube ich. Wenn ich die ersten Entwürfe richtig in Erinnerung habe, komme ich sogar darin vor.

 

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?

Letztes Jahr? Ich habe mehr Bücher gekauft als gelesen, was bei mir ein absolutes Missverhältnis ist. Wegen beruflicher Veränderung habe ich mehr Fachbücher gelesen, doch um die geht es hier nicht.

 

Welches Buch liest du gegenwärtig?

Matt Ruff – Ich und die anderen (zu Hause, vorm Einschlafen)

Wisnewski/ Landgraeber/ Sieker – Das RAF-Phantom (zum zweiten Mal)

Dan Brown – Angels and Demons (unterwegs)

Philip Vandenberg – Sixtinische Verschwörung

 

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?

Uff.. schwierig. Ich lese immer wieder gern Eva Hellers „Der Mann, der’s wert ist“ und rege mich auch zum wiederholten Mal über Violas Naivität auf. Ich verliere mich in der Geschichte über die Renovierung des Hotels, Hellers plastische und farbenfrohe Beschreibungen der Zimmereinrichtungen. Es werden sicher noch weitere Lieblingsbücher folgen, schliesslich habe ich noch viel Lebenszeit zum Lesen (hoffe ich). Ein konkretes Lieblingsbuch in dem Sinne gibt es aber nicht. Alle meine Bücher sind meine Lieblinge.

2007, „Leipzig liest“

„Leipzig liest“ und ich wollte nicht fehlen. Ziemlich kurzfristig entschied ich mich zur Fahrt ins knapp 150 km entfernte Leipziger Volkshaus zur Bloglesung des „Handelsblattes“.

Thomas Knüwer von ‚Indiskretion Ehrensache‘ präsentierte mit seinem Kollegen Julius Endert die Blogger Madame Modeste, Katharina ‚Lyssa‘ Borchert, Don Dahlmann, Don Alphonso und Felix ‚Ix‘ Schwenzel.

Eigentlich ist inzwischen an anderen Stellen alles gesagt worden, auch wenn ich nicht alle Meinungen so teile, wie sie da stehen. Ich habe mich gefreut, die Protagonisten der Bloggerei einmal live hören zu können. Es war sicher nicht meine letzte Lesung und ich hoffe, dass sich vielleicht mal die Gelegenheit ergibt, dass die Damen und Herren irgendwann einmal auch in meiner kleinen Stadt auftreten werden.

PS: Seien Sie mir nicht böse, Ix, aber vielleicht sollten Sie etwas an der Interpunktion schrauben oder eine Brille für die Unterscheidung zwischen Punkt und Komma in Ihren Texten in Erwägung ziehen. Ich hatte den Eindruck, dass Sie die beiden Satzzeichen optisch nicht unterscheiden konnten. 🙂

(Bilder gibts vielleicht später, ich brauche erst noch die Freigaben.)

Matt Ruff – Ich und die anderen

„Als nächstes ließ ich Tante Sam und Adam je zwei Minuten lang unter die Dusche. Früher hatten sie sich darin abgewechselt, wer zuerst durfte, aber Tante Sam mag das Wasser viel heißer als Adam, und Adam ‚vergaß‘ ständig, die Temperatur zu regulieren, bevor er den Körper abgab, also heißt es jetzt jeden Morgen: erst Tante Sam, dann Adam, dann ich – und Adam weiß ganz genau: wenn er mir Eiswasser oder Seife in den Augen hinterläßt, kann er sich sein Duschprivileg für eine Woche abschminken.“ 

Bereits nach anderthalb Seiten stand ich mit Andy auf der Kanzel, von oben das Treiben der anderen Mitbewohner beobachtend. Am Ende der dritten Seite beschlich mich das dumpfe Gefühl, daß ich die nächste Seele sein werde, die im Haus Einzug hält. Wahrscheinlich bin ich am Ende des Buches sogar selbst schizophren.

Matt Ruff, „Ich und die anderen“ (Set This House in Order) ist eingroßartiges, aber auch verstörendes Lesevergnügen.